Stadtrat
Das Auswahlverfahren für unsere Stadtratskandidaten/innen wurde am 21.04.2006 und ergänzend am 15.07.2006 auf der Mitgliederversammlung abgeschlossen.
Es wurden insgesamt 12 Kandidaten/innen für die Stadtratswahlen aufgestellt:
(von vorne nach hinten und links nach rechts) Udo Quaschigroch, Rainer Buske, Andrej Stölting, Ludger Seelhorst, Matthias Windhaus, Wessel Mährlein, Viktoria König, Mechthild Bocklage, Paul Knapwerth, Jan Pille, Jochen Naß und Martin Vodde)
Wahlergebnis
| 1 (4) | Matthias Windhaus | 502 |
| 2 (3) | Wessel Mährlein | 407 |
| 3 (12) | Martin Vodde | 310 |
| 4 (6) | Udo Quaschigroch | 285 |
| 5 (1) | Andrej Stölting | 279 L |
| 6 (2) | Ludger Seelhorst | 272 1E |
| 7 (8) | Jan Pille | 186 2E |
| 8 (11) | Jochen Naß | 160 3E |
| 9 (10) | Paul Knapwerth | 138 4E |
| 10 (5) | Mechthild Bocklage | 135 5E |
| 11 (7) | Rainer Buske | 131 6E |
| 12 (9) | Viktoria König | 88 7E |
Wahlprogramm 2006
Sozial Pragmatisch Direkt:
(MW, AS, LS) Die Programmpunkte Wirtschaft, Familie, Unser Ort stehen kurz und knapp zusammengefasst für eine zukunftsorientierte und damit nachhaltige Wirtschafts-, Familien- und Bildungspolitik.
Die Aufgabe des Stadtrates, aber auch der Verwaltung wird mehr denn je sein, die Stadt Dinklage zukunfts- und wettbewerbsfähig zu machen. Unsere vorrangigen Ziele sind daher neben der nachhaltigen Sicherung und Entwicklung Dinklages als Wirtschaftsstandort – dies ist die lebensnotwendige Grundlage für jede weitere Entwicklung - auch der Ausbau und die Verbesserung des Bildungsangebotes sowie der Lebens-, Erholungs- und Freizeitqualitäten.
Die Kandidatinnen und Kandidaten der SPD-Dinklage stehen für Kompetenz, Kontinuität, Verlässlichkeit und Ideenreichtum. Wesentliches Merkmal ist darüber hinaus die Bereitschaft, über die eigenen Grenzen hinaus zu kommunizieren und im Dialog Aufgaben zielgerichtet und zum Wohl der Stadt zu lösen.
Grundsätzliche Voraussetzung für eine erfolgreiche und zukunftsfähige Politik in Dinklage wird die Besetzung des Amtes für den hauptamtlichen Bürgermeister sein. Erforderlich ist eine Führungsspitze, die ihren Arbeitsschwerpunkt vorrangig in der Führung des Rathauses und der damit verbundenen Verwaltungstätigkeit sieht. Ehrenamtliche Tätigkeiten, wie presse- und andere öffentlichkeitswirksame Termine, wie Eröffnungsveranstaltungen, Jubiläen oder andere Festlichkeiten, dürfen nur und nicht wie bislang praktiziert einen geringen Anteil der auch kostenintensiven Arbeitszeit eines Bürgermeisters in Anspruch nehmen.
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Programm 2006
I. Dinklage Unser Ort der Wirtschaft
- Arbeitsplätze, Wirtschaftsförderung, Gewerbesteuer -
Es gibt viele Gründe, dass Dinklage kein besonderer Gewerbe- und Industriestandort ist. Dennoch zeigt die Geschichte, welche guten Möglichkeiten Dinklage für Industrie und Gewerbe bietet: Franz van der Wal, der gegen alle Standortnachteile auf die gut ausgebildeten Heimweber setzte, und Bernard Holthaus, der zugunsten seines Handwerks als Müller selbst innovativ tätig wurde, begründeten eine über hundertjährige Industrie in Dinklage.
Aus dieser Tradition lässt sich lernen. Industrieansiedlung ist weniger das Fördern von außen kommender Filialbetriebe, sondern das Fördern des Potentials, das wir in unserem Ort haben.
Städtische Wirtschaftsförderung ist Befreiung von Bürokratie
Daher hat kommunale Wirtschaftsförderung in der Regel weniger mit finanziellen oder materiellen Zuwendungen zu tun, sondern mehr damit, bürokratische und andere Hemmnisse aus dem Weg zu räumen.
Ein Betrieb, der in einer Scheune eines Heuerhauses einer Bauernschaft in kleinsten Verhältnissen beginnt und nach geraumer Zeit so expandiert, das er erweitern muss, darf nicht unbedingt zu einem Standortwechsel gezwungen werden.
Städtische Wirtschaftsförderung heißt, die besten Voraussetzungen für einen Betrieb zu schaffen.
Bei florierenden Unternehmen kommt es immer wieder zu Grenzen, bei denen grundsätzliche Veränderungen notwendig sind. Dies sind meistens Grenzen des Standorts. Hier ist mit vorausschauender Kommunalpolitik Vorsorge zu treffen, dass diese Betriebe aus einer Angebotspalette ihren zukünftigen optimalen Standort wählen können. Unsere Stadt hat entsprechende Grundstücke vorzuhalten.
Städtische Wirtschaftsförderung ist ein öffentliches Anliegen
Der/die Steuerzahler/in und Wähler/in hat ein Recht darauf, informiert zu werden, was mit seinen Steuergeldern passiert. Jeder muss wissen, wie ein Dinklager Unternehmen gefördert wird und gefördert werden kann. Das immer wiederkehrende Wort „Kungelei“ muss endgültig der Vergangenheit angehören.
Die SPD-Dinklage fordert daher für die nächste Ratsperiode:
1. Ein Konzept des künftigen Bürgermeisters und der Verwaltung Bürokratiehemmnisse abzubauen.
2. Einen Wirtschaftsförderungsausschuss zur Kontaktpflege mit den örtlichen Unternehmen.
Eine Kartei aller zur Vermarktung anstehenden Misch-, Gewerbe und Industrieflächen, die für jedermann öffentlich einsichtig sein muss.
II. Dinklage Unser Ort der Familie
- Kindergärten, Schule, Bildung, Vereine -
Eine gute Betreuung und Förderung von Kindern in Familie, Kindergärten, Schule und Vereinen ist ein vorrangiges Ziel der Arbeit der SPD-Fraktion. Mit einer qualitativ guten Betreuung haben alle Kinder die gleichen Startchancen. Auch die Eingliederung von Kindern mit Migrationshintergrund muss Berücksichtigung finden. Seit dem 1. Januar 2000 hat jedes Kind von drei bis sechs Jahren einen gesetzlichen Anspruch auf einen Betreuungsplatz. Das ab dem 01.01.2005 gültige Tagesbetreuungsausbaugesetz (TAG) sieht auch für unterdreijährige Kinder ein bedarfsgerechtes Betreuungsangebot vor. Mit diesen Gesetzen, welche u.a. von den Kirchen ausdrücklich begrüßt werden, und der Forderung nach Ganztagsschulangeboten bleibt die Familie weiterhin zentraler Ort der Förderung. Es werden aber weitere wichtige Ressourcen für Familien und Alleinerziehende geschaffen, die einen Beitrag zur Vereinbarkeit von Familie und Erwerbstätigkeit für Mütter und Väter leisten.
Entsprechende Elternbedürfnisse gilt es nun in Dinklage vor Ort bedarfsgerecht zu erfassen und dem Gesetz verpflichtend kommunalpolitisch umzusetzen.
Außerdem hält die SPD-Dinklage die Einrichtung eines Gymnasiums in Dinklage nicht nur für sinnvoll, sondern auch für erforderlich und realisierbar. Neben pädagogischen sprechen auch wirtschaftliche Faktoren für einen gymnasialen Standort.
Punkte bisheriger und zukünftiger Arbeit der SPD-Fraktion:
1. Schaffung eines angemessenen Betreuungsangebot gemäß dem gültigen Tagesbetreuungsausbaugesetz (TAG) für Kinder unter drei Jahren (u.a. Ganztagsbetreuung, Betreuungsangebot durch Tagesmütter)
2. Sicherung und Ausbau der Kindergartenbetreuung für Kinder über drei Jahren (mehr Plätze mit Übermittagsbetreuung, flexiblere Betreuungszeiten, Ganztagsgruppe)
3. Langfristige Zusage der finanziellen Unterstützung des Projekt EULE (Essen und Lernen) im Jugendtreff
4. Unterstützung der Schulen bei der Einrichtung von Ganztagsangeboten
5. Einrichtung eines Gymnasiums in Dinklage
6. Sicherung und Ausbau des Angebotes der Bücherei als wichtige Kultureinrichtung in Zusammenarbeit mit der katholischen Kirche als Trägerin
7. Unterstützung der Vereine und des Jugendtreffs in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen
III. Dinklage - Unser Ort
- Lebens, Wohn-, Erholungs- und Freizeitqualitäten -
Unser Ort hat nicht nur viele, sondern auch ein paar ganz besondere Qualitäten. Wir setzen uns deshalb neben den Schwerpunkten Wirtschaft und Familie ebenso für den Erhalt und die Entwicklung unser Wohn-, Lebens-, Freizeit- und Erholungsqualitäten ein. Es handelt sich um vielschichtige und mit den Zielen für Familie und Wirtschaft häufig eng verknüpfte Anliegen. Daher sind insbesondere gemeinsame Ziele (synergetische Effekte) herauszuarbeiten und auszunutzen, um einen optimalen Nutzen für unsere Stadt und somit vor allem für alle Einwohner Dinklages zu erzielen.
Handlungsansatz zur Förderung der Wohn- und Lebens- sowie der Erholungsqualitäten:
1. Erarbeitung, Fortführung und Umsetzung eines
- Innenstadtkonzeptes zur Steigerung der Attraktivität der Innenstadt für Alltag und Freizeit (Fortsetzung des zu Beginn der letzten Legislaturperiode gegründeten Arbeitskreises aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung und weiteren kompetenten Köpfen),
- städtebaulichen Gesamtentwicklungskonzeptes unter Berücksichtigung der Schlagader „Umgehungsstraße“ aber auch aller übrigen sozialen, ökonomischen und ökologischen Belange,
- großräumigen Nah- und Kurzerholungskonzeptes u.a. für die Entwicklung und den Ausbau des Rad-, Wander- und Reitwegenetzes im Rahmen der Vorsorge nach dem RROP (Regionales Raumordnungsprogramm des Landkreises),
- Natur- und Landschaftskonzeptes (Landschaftsplanung - Landschafts- und Naturschutz, Landschafts- und Naturerlebnis - RROP),
2. Erweiterung und Ansiedlung weiterer Betriebe des Beherbergungsgewerbes und der Gastronomie,
3. Unterstützung der Ansiedlung eines Natur-Freizeitparkes und eines Badeparadieses,
4. Einrichtung eines Kompensationspools zur Erhaltung und Entwicklung des Burgwalds als einem der wenigen im Landkreis Vechta gelegenen europaweit wertvollen Gebiete aus der Sicht des Naturschutzes (Natura 2000). Hier sind dauerhaft die Ziele des Naturschutzes zu verwirklichen. Außerdem besteht über verschiedene Finanzierungstöpfe die Möglichkeit der harmonischen Entwicklung gemeinsamer Interessen von Naturschutz, Freizeit und Erholung,
5. Erweiterung des Kultur- um einen Umweltpreis für besondere Leistungen in den Bereichen Umwelttechnologien bis hin zum Naturschutz.












