Diskussion
Bedarfsorientierte Kinderbetreuung in Dinklage
Eltern in Dinklage haben die Möglichkeit, vor Beginn der Schulpflicht, ihre Kinder einen der fünf Kindergärten besuchen zu lassen.
Die Kindergärten St. Martin, St. Catharina, St. Franziskus, St. Theresia und St. Anna bieten neben der vierstündigen Regelgruppe am Vormittag bzw. auch in zwei Kindergärten am Nachmittag verschiedene flexible Betreuungsmöglichkeiten an. Dazu gehört ein Frühdienst, verlängerte Öffnungszeiten am Mittag, ein Mittagsdienst und auch Sonderzeiten bis 13.30 Uhr. Die Sonderöffnung kann bei Bedarf noch verlängert werden, da ein entsprechender Beschluss in den politischen Gremien gefasst worden ist.
Neben mehreren Integrationsgruppen können Kinder ab dem zweiten Lebensjahr altersübergreifende Gruppen besuchen. In diesem Fall wird die Frequenz der Kindergartengruppe verringert.
In diesem Zusammenhang begrüßt die SPD-Fraktion im Dinklager Stadtrat die Einführung des kostenfreien letzten Kindergartenjahres. Die Befreiung von den Kindergartengebühren trifft dabei auch auf die Betreuungszeiten über die regulären vier Stunden hinaus zu.
Langfristiges Ziel der SPD im Land Niedersachsen sowie im Landkreis und in der Kommune ist die Abschaffung von Kindergartengebühren für Eltern.
Immer mehr Eltern sind neben flexiblen Öffnungszeiten für Überdreijährige in den Kindergärten auch auf Betreuungsmöglichkeiten für Unterdreijährige aus den unterschiedlichsten Gründen angewiesen. Die bisherige Betreuung in altersübergreifenden Kindergartengruppen kann bis jetzt nur wenigen Kindern einen Platz bieten. Der deshalb notwendige Ausbau der Tagesbetreuung für Unterdreijährige könnte zum Einen durch Plätze in der Institution „Krippe“ oder zum Anderen durch den Einsatz von Tagespflegepersonen erfolgen.
Die Ausbildung, Qualifizierung und Vermittlung von Tagesmüttern übernimmt für die Stadt Dinklage der Sozialdienst Katholischer Frauen (SKF) in Zusammenarbeit mit dem Familienservicebüro der Stadt Dinklage.
Aus Sicht der Dinklager SPD wird die Tagespflege die Betreuung in Kinderkrippen nur ergänzen können. Bedarfsorientierte Kinderbetreuung ist ein wichtiger Standortfaktor und aus diesem Grunde hat die SPD-Fraktion die Einrichtung einer Kinderkrippe für Unterdreijährige beantragt. Die örtliche Mehrheitsfraktion hat inzwischen dem Antrag der SPD grundsätzlich zugestimmt, verhält sich aber bezüglich Standort und Zeitpunkt der Einrichtung noch recht zögerlich.
Die katholische Kirche als Trägerin der Kinderbetreuung in Dinklage hat dazu entsprechende Vorschläge unterbreitet. Auch können Investitionszuschüsse bis zu 90 % vom Bund beantragt werden. Jetzt muss die politische Entscheidung fallen, wo die Kinderkrippe zum nächst möglichen eingerichtet werden soll. Es hakt mal wieder bei der CDU-Mehrheitsfraktion.
Kindertagespflege
Der Landkreis Vechta will die Tagespflege als Alternative zur Krippenpflege stärker fördern, auch weil diese eine kostengünstigere Alternative darstellt. Dabei soll der Vergütungssatz für Tagesmütter von 2,67 € auf 3,50 € pro Kind und Stunde angehoben werden. Ob sich dadurch die Anzahl an benötigten Tagesmüttern dem Bedarf entsprechend erhöht, darf allerdings bezweifelt werden. Zurzeit gibt es in Dinklage nur eine geringe Anzahl an aktiven Tagesmüttern. Der Eigenanteil der Eltern soll für die Tagespflege in der Höhe des Beitrags für einen entsprechenden Krippenplatz begrenzt werden (1,25-fache eines Kindergartenbeitrages). Bis zu einem anrechenbaren Einkommen bis 25.565 € jährlich sind das 90 € pro Monat (Basiskostenbeitrag).
